Mit Gästeführerin und Buchautorin Christine Fischer
Mitglied im Bundesverband der Gästeführer in Deutschland e.V.

 
 
 

Dresden und Napoleon im August 1813

Wer gern auf Napoleons Spuren wandelt und historischen Stätten nachspürt, sollte nach Dresden kommen. Im August 1813 hatte Napoleon hier seine letzte bedeutende Schlacht gewonnen.

Auf Wunsch binde ich die beiden wichtigsten Orte zum Thema Napoleon in die exklusive Stadtrundfahrt mit ein. Eine oder zwei Personen fahren in einer Limousine. Drei bis sieben Personen fahren im Reise-Van.

Die Fahrt führt uns zunächst auf die Räcknitzhöhe zum Moreau-Denkmal. Für Freunde des historischen Geschehens in der Napoleon-Zeit ist dieser Ort geradezu ein Muss. Auf einer Anhöhe, von drei alten Eichen umgeben, steht das Denkmal für Jean-Victor Moreau. Durch Intrigen war der französische General bei Napoleon in Ungnade gefallen und folgte im Frühjahr 1813 dem Ruf des russischen Zaren, in seinem Heer gegen Napoleon zu kämpfen. Während der Schlacht um Dresden zerschmetterte an diesem Ort am 27. August 1813 eine feindliche Kugel Moreau beide Beine. Sechs Tage später erlag er in Böhmen seinen schweren Verletzungen. Das Denkmal erinnert an den nicht unumstrittenen General.

Weiter geht die Fahrt in den Stadtteil Kaitz. Hier stehen wir vor einem kegelförmigen Gebilde auf grüner Wiese. Wir erkennen die drei gleichgroßen, aus hellem Sandstein gefertigten Stelen, die aufeinander zustreben. Sie berühren sich nicht, dennoch sind sie oben symbolisch durch eine Kanonenkugel miteinander verbunden. Auf den Innenseiten der Stelen stehen drei Namen: Russland, Preußen, Österreich. Darauf die Jahreszahlen 1813 und 1913. Ein denkbar historischer Ort.

Die Schlacht um Dresden, die Napoleon in einer gewaltigen Kononenschlacht gewann, kostete 25.000 Menschen das Leben. Auf dieser Wiese im damaligen Dorf Kaitz befand sich ein Verbandsplatz für Hunderte verwunderter Soldaten. Ihr Stöhnen, ihre Schmerzensschreie waren weithin zu hören. Die Wiese bekam deshalb später den Namen Tränenwiese. Die grob behauene Sandsteinplatte, die den Kegel trägt, steht für das Leid der Verwundeten und die Entbehrungen der Bevölkerung. Die Franzosen hatten ihr Dorf bis auf die Grundmauern niedergebrannt.

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