Mit Gästeführerin und Buchautorin Christine Fischer
Mitglied im Bundesverband der Gästeführer in Deutschland e.V.

 
 
 

Biergenuss im Schillergarten am Blauen Wunder

Sommerzeit ist Biergartenzeit, und das nicht nur in Bayern. Auch Dresden wartet mit zahlreichen gemütlichen Biergärten auf. Einheimische und Touristen können hier gleichermaßen ein kühles Bier und deftige Speisen genießen.

Eine meiner beliebtesten Einzelführungen innerhalb der Stadt Dresden ist die „Tagestour Luise“ – https://dresdner-tourenservice.de/einzelfuehrungen/

Sie endet nahe dem Schillerplatz an der Anlegestelle der Elbdampfer, mit denen die Gäste in der Regel zurück zur Altstadt fahren. Doch manche Gäste bleiben noch, weil sie den Abend gern im Biergarten des historischen Restaurants „SchillerGarten“ verbringen möchten. Die Verlockung dafür ist groß. Denn von hier aus eröffnet sich ein fantastischer Blick zum Blauen Wunder, der stählernen Brücke, die die Elbe überspannt, zu den Villenvierteln Weißer Hirsch und Oberloschwitz und zum imposanten Schienenstrang der Schwebebahn.

Unzählige Gäste pilgern jährlich in den „SchillerGarten“ und lassen es sich gutgehen.

https://www.schillergarten.de/startseite/. Im Biergarten ist Selbstbedienung, im Restaurant wird natürlich serviert. Apropos Schiller. Der berühmte Dichter Friedrich von Schiller ist in den Stadtteilen Blasewitz und Loschwitz allgegenwärtig: Schillerplatz, Schillerstraße, Schillerhäuschen, Schillerapotheke, Schillergalerie – um nur einige zu nennen. Ob dem weltoffenen Friedrich die geballte Konservierung seines Namens gefallen hätte, sei dahingestellt. Fest steht, dass sein Entschluss Dichter zu werden nach einem fast zweijährigen Aufenthalt in Dresden entschieden war. Sein damaliger Gastgeber, der sächsische Oberkonsistorialrat Christian Gottfried Körner dürfte einen gewissen Anteil daran haben.

Der junge Friedrich soll allzu gern in der hiesigen Schankwirtschaft gewesen sein. Nicht nur wegen des Weins, sondern auch wegen der Schankwirtstochter Justine, genannt Gustel. Und weil sie schließlich einen Anderen zum Manne erwählte, liegt die Vermutung nahe, dass Friedrich sich auf dichterische Weise gerecht haben könnte. Er verewigte die junge Frau als Marketenderin in seiner Dramen-Trilogie „Wallenstein“. Erstaunt lässt er den Jäger ausrufen: „Potz Blitz! Das ist ja die Gustl aus Blasewitz.“

Und genau so heißt auch die hauseigene Zeitung des „SchillerGartens“, die jeder Gast mit ebensolcher Freude studieren kann wie die Speisekarte mit ihren verlockenden, überaus leckeren Speisen, egal ob im Restaurant oder im Biergarten.

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